Ki - Kijutsu - Aikido


Ki
Ki meint die innere Kraft, Lebensenergie, asiatische Theologen sprechen sogar vom Ki als dem  Heiligen Geist. Mit Hilfe von Ki-Übungen können wir uns dieser Kraft in uns bewußt werden und sie im Alltag nutzen. Bei Ki-Übungen wird in Partnerarbeit  die Wirkung des Ki´s direkt erfahren und im Handeln umgesetzt.

Kijutsu
Kijutsu  ist eine von Prof. Dr. Hanns von Rolbeck  entwickelte Form des Aikido für den westlichen Menschen.
In der Kunst des Ki´s  werden die Ki-Kräfte in der Kampfkunst angewandt. Dabei werden die Energien, die der Angreifer bringt, in ihn zurückgeleitet. Je neutraler und unberührter der Übende bleibt, desto stärker wird der Angreifende mit den eigenen Aggressionen konfrontiert. So können auch körperlich Unterlegene weit stärkere Gegner durch deren eigene Kraft besiegen.

Aikido
Ai-Ki-Do ist ein Weg (Do), die Lebensenergie (Ki) in Harmonie (Ai) zu  bringen. Im Aikido werden die Energien des Angreifenden in der Regel nicht direkt gekontert, sondern ebenso liebevoll wie energisch aufgenommen und umgeleitet, so daß der Angreifende aus seiner eigenen Mitte gerät und fällt.
 
 
 

Ujeshiba                                                          
Morihei Uyeshiba
1883 - 1969
 
 

 

Morihei Uyeshiba, der Begründer des Aikido, lernte in seiner Jugend die Kampfkünste Japans    und entdeckte  dabei, dass sie meistens darauf abzielen, die Aggressivität des Gegners zu zerstören, indem sie den Gegner selbst  vernichten. Dies hielt er für einen großen Mangel. So entwickelte er auf der Basis der  Gewaltfreiheit ein System, das den Gegner fühlen läßt , dass sein Angriff sinnlos ist und  widernatürlich, weil es gegen die Nächstenliebe  handelt. 

 "Aikido ist eine Sache des Herzens. 
 Schließt den Gegner in euer Herz" 

"Aikido ist nicht die Auseinandersetzung  zwischen  zwei materiellen Kräften, bei der die Stärkere naturgemäß gewinnt, sondern die vollkommene Vereinigung zweier völlig entgegengesetzter Geisteshaltungen, bei der die eine, die gütige, siegen wird, indem sie den Gegner erleuchtet."
 




Kursangebote 2008:  Haus der Stille Waldhof Elgershausen  20.-22.06. 08 

                              



Jahrestagung 2004 des Internationalen Versöhnungsbundes Dt. Zweig
 zum Thema: Frieden Lernen


AG  Gewaltfrei, aber nicht wehrlos – eine Einführung in die Kunst des Ki´s.

IWo ist denn eigentlich die gewaltfreie Selbstverteidigung einzuordnen?
 Ist sie nicht ein Widerspruch in sich?

Für mich hat sie ihren Platz weniger in der direkten gewaltfreien oder gütekräftigen Aktion in der ich ja bewusst das Erleiden von Ungerechtigkeit und Gewalt auf mich nehme,  als viel-mehr in banalen Situationen des Alltags, wo es sehr hilfreich sein kann, sich schützen zu können oder auch dazwischen zu gehen, wenn andere angegriffen werden.
 
In solchen Situationen stellt sich die Frage, die sich schon vor rund 100 Jahren Morihei Ueshiba gestellt hat, angesichts einer Vielzahl japanischer Kampfkünste, deren Ziel es war, sich dadurch zu schützen, dass man den Gegner vernichtete. Seine Frage: Wie kann ich mich verteidigen oder selbstbehaupten ohne den anderen zu verletzen oder zu demütigen?, ist heute so aktuell wie damals. Seine Antwort war das Aikido.
AI = Harmonie, Liebe, Freundschaft
KI = Geist, geistige Kraft, Seele, Energie, Willenskraft
DO = der Weg,
Aikido: der Weg, Körper und Geist in Harmonie zueinander und in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen zu bringen.

Ich würde die Ki –Arbeit nahe an der gewaltfreien Kommunikation Marshall Rosenbergs ansiedeln, denn es geht auch um Kommunikation, wenn auch auf einer  nonverbalen Ebene.
Es geht also um eine Wahrnehmungsschulung der nonverbalen Botschaften meines Partners und meiner eigenen Haltung.

Ki ist dabei eine Kraft, die in jedem Menschen vorhanden, aber in der Regel nicht bewusst ist.  In der Selbstverteidigung kann sie benutzt werden, um sich zu schützen und den Angreifer von der Vergeblichkeit und Sinnlosigkeit seines Tuns zu überzeugen.  

In dieser AG wollen wir uns dieser Ki –Kraft bewusst werden und sie dann auch in der Selbstverteidigung einsetzen.  Die Praxis wird im Vordergrund stehen, weil uns auf dieser Ebene nicht die Reflexion weiterbringt, sondern vor allem die Erfahrung, die allerdings dann ihrerseits neue Gedanken und Einstellungen bewirkt.

Bitte strapazierfähige Kleidung (Trainingsanzug, wenn vorhanden Judoanzug) und Socken mitbringen. Die Gruppe ist geeignet für normalbelastbare Menschen von  14-80, die bereit sind, sich auf neue Erfahrungen  einzulassen.

Achim Hasselhoff, 1. Dan Kijutsu und Aikido


Impressionen von der VB-Jahrestagung 2004:




 












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